King Cobra
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So lässt sich „King Cobra“ einordnen
Lazi reist nach Ungarn, um das Gewehr des Großvaters András zu finden, dessen Geschichte bis zum Ungarnaufstand von 1956 zurückführt. Im Dorf begegnet Lazi Verwandten, alten Erzählungen und einem Familiengedächtnis voller Lücken. Hinter der Suche nach der Waffe steckt ein persönlicher Plan, doch je näher Lazi der Vergangenheit kommt, desto stärker geraten Rache, Gerechtigkeit und die eigene Identität miteinander in Konflikt.
Für wen passt das Buch?
Für Leser:innen sprachlich eigenwilliger Debütromane über Familie, queere Identität, Gewaltgeschichte, Ungarn und den Versuch, ererbtes Schweigen nicht einfach fortzusetzen.
Was du erwarten kannst
- Ausgezeichnetes Romandebüt und Longlist Deutscher Buchpreis 2026
- Eine Reise nach Ungarn wird zur Spurensuche in der Familiengeschichte
- Humor, Wut und Zärtlichkeit stehen neben Fragen nach Gewalt, Rache und Befreiung
Redaktionell aktualisiert: 9. Oktober 2026
Welches Genre hat „King Cobra“?
Genre: „King Cobra“ ordnen wir dem Bereich Belletristik & Romane zu.
Für wen? Für Leser:innen sprachlich eigenwilliger Debütromane über Familie, queere Identität, Gewaltgeschichte, Ungarn und den Versuch, ererbtes Schweigen nicht einfach fortzusetzen.
Was „King Cobra“ für deine Leseliste interessant macht
„King Cobra“ beginnt mit einer konkreten Suche – einem Gewehr – und öffnet daraus sehr schnell eine viel größere Familiengeschichte. Lazi reist nach Ungarn, aber die eigentliche Bewegung führt in ein Geflecht aus Erinnerungen, Gewalt, Scham und Dingen, über die lange nicht gesprochen wurde. Besonders stark ist die Idee, dass ein Gegenstand aus der Vergangenheit plötzlich zum Prüfstein dafür wird, was Gerechtigkeit heute überhaupt bedeuten kann.
Wer Debütromane sucht, die sprachlich eine eigene Haltung mitbringen und Identität nicht als saubere Selbstfindung erzählen, sollte diesen Titel im Blick haben. Dass „King Cobra“ 2026 den Robert-Walser-Preis erhielt und auf der Buchpreis-Longlist stand, passt zu einem Roman, der formal und thematisch deutlich mehr riskiert als eine konventionelle Familienchronik.